Wenn deine Verdauung schwach ist, du dich nach kleinen Mahlzeiten bläht, weiche Stühle hast und dich leicht müdest, solltest du unbedingt die Chinesische Yamswurzel kennenlernen. Sie ist nicht so stark wie Ginseng und nicht so abführend wie Rhabarber. Sie ist sanft, langsam und beständig – in der TCM gilt sie als "ausgewogenes Tonikum für die drei Erwärmer".
Chinesische Yamswurzel ist sowohl Lebensmittel als auch Heilmittel. Sie stärkt Milz und Magen, nützt Nieren und Essenz und befeuchtet die Lunge. Fast jeder kann etwas davon essen. Sie ist weder heiß noch kalt, daher kann sie bei richtiger Kombination Qi-Mangel, Yin-Mangel oder Yang-Mangel unterstützen. In diesem Artikel erkläre ich ihre Wirkung, wie man sie isst, wer vorsichtig sein sollte, und einen Hirse-Congee mit Yamswurzel, mit dem ich aufgewachsen bin.
Was bewirkt die Chinesische Yamswurzel?
Die TCM sagt, Chinesische Yamswurzel sei neutral in der Natur, süß im Geschmack und wirke auf die Milz-, Lungen- und Nieren-Meridiane. Ihre Vorteile lassen sich in drei Bereiche einteilen:
- Stärkt Milz und Magen: ideal bei schwacher Verdauung, schwachem Appetit und Blähungen.
- Nützt Nieren und Essenz: hilfreich bei schwachem Kreuz, häufigem nächtlichem Wasserlassen und geringer Vitalität.
- Befeuchtet die Lunge und lindert Husten: passt gut zu Lilienbulbe und Silberohrpilz in trockenen Jahreszeiten.
Frische Yamswurzel sollte intakte Schale, wenige Wurzelhaare und eine saubere weiße Schnittfläche haben. Getrocknete Scheiben sollten blassgelb sein und nicht muffig riechen. Schwarze oder klebrige Oberflächen bedeuten, dass sie alt oder verdorben ist.
Wer profitiert am meisten?
Chinesische Yamswurzel ist mild und für viele Menschen geeignet:
- Menschen mit schwacher Verdauung: Völlegefühl nach kleinen Mahlzeiten, Blähungen, weiche Stühle.
- Menschen, die sich schnell müden: wenig Energie, leise Stimme, Kurzatmigkeit beim Treppensteigen.
- Menschen mit Nierenschwäche: schwaches Kreuz, häufiges nächtliches Wasserlassen, geringe Vitalität.
- Menschen in der Genesung: schwacher Appetit und allgemeine Schwäche.
- Ältere Menschen und Kinder: weich und leicht verdaulich als Congee oder Püree.
100 g Chinesische Yamswurzel (geschält und gewürfelt), 50 g Hirse, 3 rote Datteln (entsteint), eine kleine Handvoll Goji-Beeren, Wasser.
Die Hirse spülen. Die Yamswurzel schälen und würfeln. Alles mit 800 ml Wasser in einen Topf geben. Aufkochen, dann 30 Minuten köcheln lassen, bis die Hirse weich und die Yamswurzel gar ist.
Zum Frühstück oder Abendessen, 3- bis 4-mal pro Woche. Wenn deine Verdauung sehr schwach ist, zerdrücke die Yamswurzel vor dem Essen.
Wer sollte vorsichtig sein
- Menschen mit Feuchtigkeit und Völlegefühl: dicker Zungenbelag, deutliche Blähungen, klebriger Stuhl. Yamswurzel ist leicht klebrig und kann Feuchtigkeit verstärken.
- Menschen mit starker Verstopfung: Yamswurzel hat einen adstringierenden Charakter, daher bei Verstopfung reduzieren.
- Menschen mit Allergie auf Yamssaft: Beim Schälen Handschuhe tragen, um Juckreiz zu vermeiden.
- Menschen mit Diabetes: Yamswurzel ist stärkehaltig, also einen Teil des Grundgetreides ersetzen.
Chinesische Yamswurzel ist Lebensmittel und auch Heilkraut, aber kein Ersatz für die Behandlung von Magen- oder Nierenerkrankungen. Wenn Blähungen, Durchfall oder Müdigkeit anhalten, suche einen Arzt auf.
Als Kind war meine Verdauung schwach. Bei jedem Jahreszeitenwechsel bekam ich weiche Stühle. Meine Mutter kochte jeden Morgen Hirse-Congee mit Yamswurzel. Nach etwa zwei Monaten war der größte Unterschied, dass mich das Frühstück nicht mehr aufgebläht hat und ich nachmittags nicht mehr so müde war.
Jetzt habe ich immer Yamswurzel zu Hause. Gedämpfte frische Yamswurzel, getrocknete Scheiben in der Suppe – was gerade passt. Es wirkt nicht über Nacht, aber es ist sanft, häuslich und leicht durchzuhalten.
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